Nationalpark Calanques-Winter

La Ciotat im Winter – Wandern und fotografieren im Nationalpark Calanques

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
WhatsApp
Email

La Ciotat im Winter – Wandern und fotografieren im Nationalpark Calanques

Nationalpark Calanques-Winter
Nationalpark Calanques-Winter

La Ciotat im Winter – Wandern und fotografieren im Nationalpark Calanques

Inhalt

La Ciotat ist eine kleine Hafenstadt in Südfrankreich und am Rande des Nationalparks Calanques. Ein perfektes Ausflugsziel also, um den tristen Winter in Deutschland zu entfliehen. Aber der Reihe nach.

Tag 1 – tückische Anreise über Dijon

Pinne es auf Pinterest
Pinne es auf Pinterest

Es war mal wieder ein grauer Winter in Deutschland und Isabel und ich hatten absolut keine Lust, Weihnachten und Silvester in Leipzig zu verbringen.

Wir wollten ein wenig Wärme und viel Natur. Nach einiger Recherche, stießen wir auf den Nationalpark Calanques bei Marseille. Ein AirBnB war schnelle gefunden und glücklicherweise gab es sogar einen Direktzug von Frankfurt nach Marseille. Ich freute mich schon auf 11 Stunden gemütliche Zugfahrt durch Frankreich.

3 Tage vor Abfahrt checkte ich nochmal die Bahn App und stellte fest, dass das Ticket storniert wurde und ich mich doch bitte im Service-Center melden sollte. Wie sich herausstellte gab es in Frankreich einen der größten Streiks im Nah und Fernverkehr – ABSOLUTE PANIK.

Also blieb uns nichts anderes übrig und wir buchten uns doch einen Mietwagen und fuhren von Leipzig nach La Ciotat.

Da ich irgendwie Lust hatte, mehr vom Frankreich zu sehen, entschieden wir uns die 1.500km komplett über Land zu fahren. Außerdem sparte es auch ein wenig Geld, da wir so die Mautstraßen umgingen.

Eines fiel mir direkt auf. 90 km/h ist eine super Reisegeschwindigkeit und in Kombination mit einem Tempomaten konnte ich ohne Probleme 11 Stunden am Stück hinter dem Steuer sitzen. Kleine süße Französische Dörfer gab es gratis dazu.

Als erstes Etappenziel hatte wir uns Dijon ausgesucht. Das lag ziemlich genau bei der Hälfte der Strecke und etwas außerhalb haben wir dieses süße AirBnB gefunden. Isabels und meine recht frische Beziehung stellte das direkt auf die Probe, denn das Bad hatte nur einen Vorhang und keine Tür.

Tag 2 – Aquädukt Pont du Gard

Nach einer recht kurzen aber erholsamen Nacht ging es weiter zur Pont Du Gard. Das 49 Meter hohe Aquädukt gehört mit zu den schönsten Wasserkanälen und stand schon länger auf meiner Foto-Liste.

Aquädukt Pont Du Gard bei Nacht

Nach weiteren 11 Stunden Fahrt durch Nebel, Felder und französische Dörfer kamen wir dann endlich spät Nachts in La Ciotat an. Völlig müde und erschöpft fielen wir ins Bett.

Tag 3 – La Ciotat

Am nächsten Morgen juckte es uns dann aber in den Füßen und wir wollten unbedingt unsere neue Home-Base für die nächsten 8 Tage erkunden.

La Ciotat ist eine kleine charmante Hafen und Industriestadt an der Côte d’Azur. Die meisten Touristen findet man eher im Nachbardorf Cassis, da man dort noch schneller in den Nationalpark kommt. Dafür hat man in La Ciotat ein paar mehr Geschäfte und Restaurants.

Wir genossen jedenfalls die warmen Sonnenstrahlen am Strand und am Hafen, die wir in Deutschland so sehnsüchtig vermisst hatten. Später zum Sonnenuntergang spazierten wir noch auf einen kleinen Berg, ganz in der Nähe unserer Unterkunft und schauten der Sonne zu, wie sie im Mittelmeer verschwand.

Tag 4 – Wandern im Nationalpark Calanques bei Cassis

Am 4. Tag machten wir uns dann auf in den Nationalpark Calanques. Er ist der jüngsten Nationalpark Frankreichs und hat eine Fläche von 520 km². Wir entschieden uns für die ca 12 km Rundwanderung ab Cassis und was soll ich sagen. Die Aussichten und die Klippen waren einfach umwerfend

Tag 5 – Wandern an der Calanque du Port d’Alon

Motiviert von der ersten Wanderung, machten wir uns am 5 Tag direkt auf zur nächsten. Diesmal sollte es nur ein “kleiner” 10 km Rundweg, eine Bucht weiter in Saint-Cyr-sur-Mer sein.

Neben mal wieder fantastischen Klippen und Aussichten gab es hier faszinierende Kiefern, die sich mystisch in die Luft wanden. Wie gerne hätte ich hier bei Nebel fotografiert.

Am Ende der Wanderung gab es dann sogar noch etwas Feuer über dem Himmel von La Ciotat.

Tag 6 – Entspannen in La Ciotat

Nach 2 Tagen wandern am Stück, entschieden Isabel und ich einen ruhigen Tag einzulegen. Immerhin stand Silvester kurz bevor und wir hatten noch nicht wirklich einen Plan was wir machen sollten.

Da das einzige vegane Restaurant in der Stadt geschlossen hatte, entschieden wir das neue Jahr auf dem Hügel hinter unserem AirBnB zu begrüßen. Von hier aus hatte man einen schönen Blick über den Hafen.

Da die Sonne doch sehr verlockend war, zog es uns wieder in die Stadt. Diesmal fielen mir besonders die vielen tollen Graffitis auf.

Durch meine Recherche vorab, wusste ich auch, dass in La Ciotat das ältesten Kinos der Welt noch steht. Die erste Filmproduktion fand dort im Eden Theatre am 21. September 1895 statt. Außerdem wurde im Bahnhof von La Ciotat der erste Film der Welt gedreht. Louis Lumieres drehte dort L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat – Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat.

Gerüchten zu Folge sollen die ersten Zuschauer vor Angst, dass sie der Zug überrollt, aus dem Kino gestürmt sein. Unerschrocken wie wir waren, schaute wir uns das Kino von innen an und stellten fest, dass am 31.12. die Originalfassung von Mary Poppins aus dem Jahr 1964 gezeigt wurde. Unser Silvester Programm stand also fest.

Tag 7 – Sonnenaufgang in La Ciotat und Jahreswechsel

Am 7 Tag hatten sich endlich zum Sonnenaufgang mal ein paar Wolken angekündigt. Also stellte ich mir den Wecker und stapfte Frühs im Dunkeln den Berg hinauf.

Auch wenn sich kaum ein Wölkchen hat blicken lassen, konnte ich doch eines der besten Bilder des Jahres einfangen.

Als kleinen Bonus entdeckte ich noch diese zauberhafte Kiefer, die vom morgendlichen Licht geweckt wurde. Endlich kam also mein Sony 70-200 f4 mal zum Einsatz.

Abends ging es dann wie angekündigt ins Eden Theatre in La Ciotat um Mary Poppins zu sehen.

Mary Poppins im ältesten Kino Europas in La Ciotat

Nach dem Kino bewaffneten wir uns mit Sekt und Wunderkerzen und gingen auf “unseren” Hügel hinter dem Haus. Einen schöneren Jahresabschluss hätte man gar nicht haben können.

Tag 8 – Wandern auf den Klippen von Cassis

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns auf zu unserer Neujahrswanderung. Das Highlight des Nationalparks Calanques hatten wir uns bis zum Schluss aufgehoben. Die Klippen von Cassis oder das Cap Canaille ist mit 399 Metern die Höchste Klippe von Frankreich und bedeuten soviel wie der Berg des Wassers. Bei diesen Aussichten unschwer zu erkennen wieso.

Die Rundwanderung führte uns knapp 15 km über zum Teil abenteuerliche Pfade. Sie gehörte aber immer noch zu meinen schönsten Wanderungen, die ich je gemacht hab.

Am Ende wurden wir sogar mit einem feuerroten Abendhimmel nach Hause geschickt.

Tag 9 – Parc de Mugel in La Ciotat

Am letzten Tag in La Ciotat entschieden wir uns wieder ganz früh aufzustehen. Auf der Klippen Wanderung hatte ich eine Kiefer gesehen, die ich gerne zum Sonnenaufgang fotografieren wollte. Nach einer waghalsigen Autofahrt über die Route des Cretes bei Nacht, musste ich leider feststellen, dass die Wolkendecke viel zu verhangen war.

Dafür strahlten die Lichter von Marseille um so mehr und ich konnte ein weiteres Portfolio Bild aufnehmen.

Nach einem kurzen Mittagsschlaf besuchten wir den Parc de Mugel in La Ciotat. Dieser wunderschöne Botanische Garten hat ebenfalls einen kleinen Rundweg und bietet viele schöne Foto-Motive.

Tag 10 – Palais Ideal und Rückreise über die Alpen

Um die Rückfahrt von La Ciotat nach Leipzig etwas spannender zu gestalten, plante ich eine kleine Pause im Palais Ideal ein. Dieser Steinpalast wurde in 3 Jahrzehnten von dem Postboten Ferdinand Cheval selbst erbaut.

Das Museum und der Palast sind definitiv ein Besuch wert. Alleine die Details des Palais Ideal lässt einen stundenlang nach Motiven suchen.

Da unsere nächste Unterkunft in Dijon aber schon wartete, ging es für uns weiter. Diesmal wollte ich aber die Route über die Alpen und Grenoble nehmen. Immerhin hatte ich seit meinem Roadtrip mit Adrian keine Berge mehr gesehen.

Pinne es auf Pinterest

Fazit – 10 Tage Südfrankreich

Um ehrlich zu sein, war ich nie ein großer Frankreich Fan. Zwar hat mir Paris wirklich sehr gut gefallen, aber irgendwie kam ich nie mit der Sprache klar. Die Reise nach La Ciotat hat mir aber gezeigt, wie schön diese Ecke des Landes und vor allem der Nationalpark Calanques ist. Von mir gibt es also definitiv eine Reiseempfehlung. Besonders wenn man auf Natur, Klippen und nette Menschen wert legt.

Letztes Update am 07/01/2021 durch Alex

Teile es gern auf:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest
WhatsApp
Email

Ich benutze auf dieser Seite Affiliate Links. Für Dich ändert sich dadurch nichts. Ich erhalte dadurch aber eine kleine Provision und kann das Magazin damit am Leben erhalten.
1.000 Dank dafür!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ahoi Flaschenpost

Verpasse keinen Beitrag mehr und abonniere meinen Newsletter.

©-Kay Fochtmann-2-14

Dir gefällt vielleicht auch: