Campen mit Katzen

Roadtrip Mit Katzen – 7 Tage Im Van nach Thüringen und Bayern

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Roadtrip Mit Katzen – 7 Tage Im Van nach Thüringen und Bayern

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Roadtrip Mit Katzen – 7 Tage Im Van nach Thüringen und Bayern

Inhalt

Vorbereitung Roadtrip mit Katzen

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Mitte 2020 hatte sich bei uns viel verändert. Ein neuer Van, 2 kleine Katzen und eine neue Kamera kamen ins Haus. Alles sollte natürlich ausgiebig miteinander getestet werden. Was gibt es da also besseres als einen kleinen Camping Roadtrip nach Bayern & Thüringen.

Wir wir unsere beiden Katzen auf den Roadtrip vorbereitet haben, kannst du übrigens hier nachlesen. Da gehen wir sehr genau auf den Prozess ein, um hier nicht den Rahmen zu sprengen.

Roadtrip Mit Katzen

Vorab hatten wir uns schon die schöne Landvergnügen* Vignette besorgt. Damit kann man bei ausgewählten Bauernhöfen kostenfrei stehen. Unsere Erfahrungen damit gibt es weiter unten.

Unser Heim für die nächsten Tage

Etappe 1 – Auerworld & Buzzz-Basteln

Am die Katzen nicht direkt zu überfordern, ging es von Leipzig auf zum Auerworld Palace. Dieser Weidenrutenplatz wurde für ein Festival angelegt und sah auf den Bildern ganz nett aus. Bevor ich dafür aber zum Sonnenaufgang aufstehe, wollte ich es mir doch lieber vorher ansehen. Tatsächlich war der Palast Ende September nicht sehr gepflegt und wir entschieden uns, den ersten Morgen doch auszuschlafen.

Auerworld
Auerworld Palace in Thüringen

Die erste Nacht hatten wir auf einem nahegelegenen Biolandhof verbracht. Vorher hatte uns der sehr freundliche Landbesitzer im Dunkeln zu unserem Stellplatz gebracht. Aber erst morgens konnten wir die schöne Aussicht aufs Tal genießen.

Auch Yuri und Lutz genossen die ersten Sonnenstrahlen und wagten sich das erste Mal auf die Wiese.

Roadtrip mit Katzen

Schon während des Abendbrotes war ich mit der Konfiguration unseres Tisches nicht 100% zufrieden. Zwar ist unser Lagun Table* super flexibel, aber durch unsere Drehsitze war doch noch mehr rauszuholen.

Also setzte ich kurzerhand den gesamten Tisch inkl. Halterung um – natürlich im Schlafanzug auf dem Feld. Der Tisch ist eine absolute Kaufempfehlung. Nicht ganz billig aber erweitert den Raum eures Vans ungemein. Bestellt euch den Lagun Tisch aber definitiv mit einer zweiten Montageplatte*. Dafür war ich erst zu geizig und musste sie jetzt (teuer) nachbestellen

Bevor es zum nächsten Stopp ging, kauften wir noch den Hofladen leer. Das ist auch so ein wenig das Konzept von Landvergnügen. Die Bauern geben euch einen Stellplatz und freuen sich natürlich, wenn Ihr etwas bei Ihnen kauft. Es ist aber keine Pflicht. Dennoch haben wir versucht uns daran zu halten. Alleine, weil wir keine große Lust auf Supermärkte hatten.

Etappe 2 – Pinkes Schloß & Mein allererster Wald

Weiter ging es in mein eigenes Heimatdorf, mitten in Thüringen. Die ersten 7 Jahre meines Lebens habe ich in dem 129 Seelendorf Kuhfraß verbracht. Neben einem alten Jagdschloß, das jetzt ein Altersheim ist, gibt es dort nur Wald.

Hier verbrachten wir direkt 2 Tage, da es uns so sehr gefallen hatte und auch die Katzen ihr neues temporäres Zuhause erstmal erkunden konnten. Die neue Tischposition wurde direkt als Ausguck eingeweiht.

Das Jagdschloß Hirschhügel machte seinem Namen direkt alle Ehre und ich wurde direkt etwas nostalgisch. Immerhin war ich über 30 Jahre nicht mehr hier gewesen.

Deshalb zog es uns auf meine Kindheitspfade und ab in den Wald. Hier hatte ich die meiste Zeit meiner Kindheit verbracht. Kein Wunder, dass auch jetzt noch ein schöner Wald mein liebster Ort ist. Auch Yuri & Lutz fanden die Aussicht in ihrem neuen Lieblingsrucksack* sehr interessant.

Etappe 3 – Rudolstadt & Kindheitserinnerungen

Der erste Morgen in Kuhfraß begann dann schon richtig spektakulär. Der Himmel fing direkt Feuer und ich wetzte von Hügel zu Hügel um noch schnelle ein Paar Kompositionen einzufangen.

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Nach dem Frühstück und einem letzten Foto meiner Kinderstube, ging es dann runter in den Ort, wo wir mit einem sehr netten Ehepaar über die Veränderungen der letzten Jahre in Kuhfraß sprachen.

Meine Kinderstube in Kuhfraß (der lila Teil)

Aber auch die Werkstätten und der Tante Emma Laden des Dorfes waren so detailreich, dass ich sie einfach fotografieren musste. Der Gockel, der seine Kücken beschützt, war das absolute Highlight. Keine Angst, Yuri & Lutz waren kurz im Auto.

Nur ein paar Auto-Minuten entfernt, befindet sich das nächste Rittergut in Großkochberg. Auch hier waren wir in meiner Kindheit oft, da es neben dem Waldfreibad auch die nächste Eisdiele gab. Leider existierte diese nicht mehr. Dafür war der Park und die Anlage noch genauso prachtvoll wie ich sie in Erinnerung hatte.

Hier genossen wir die Mittagssonne, ließen die Katzen ein wenig an der Leine spazieren und naschten die besten Birnen in ganz Deutschland.

Natürlich mussten wir auch noch schnell meine alte Grundschule besuchen. Immerhin war sie der Co-Namensgeber für Yuri und das alte Juri Gagarin Denkmal stand sogar noch.

Die alte Grundschule war richtig gut in Schuss und sah sehr modern aus. Ich war sogar fast ein wenig stolz.

Danach ging es dann weiter zu unserem Stellplatz in Rudolstadt. Da der Wetterbericht und die Wolken zum Fotografieren sich nicht einig waren, überlegte ich lange, ob ich auf Tour gehen sollte.

Fotografie und Lightroom Training ~ Ahoi Adventures

Am Ende war ich sehr glücklich, dass ich es gemacht hatte, denn der Himmel explodierte regelrecht. Leider hatte ich nur keine gescheite Komposition in der Zeit gefunden. Schön war es trotzdem wieder die alte Heidecksburg zu sehen.

Zusätzlich hatte so Isabel auch ein wenig Zeit für sich und und konnte Lutz schöne Geschichten erzählen. Abends ging es dann früh ins Bett, da für den Morgen ein großer Wasserfall zum Sonnenaufgang auf der Tagesordnung stand.

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Etappe 4 – Mystischer Wald & Walberla

In aller Herrgottsfrühe ging es dann zum Chrysopras-Wehr bei Bad Blankenburg. Dieser schöne Wasserfall ist sehr einfach zu erreichen und größer als man denkt. Hier verbrachten wir den Morgen und ich hüpfte von Komposition zu Komposition. Leider wollte das Licht nicht ganz mitspielen aber die Ausbeute hat mich doch ganz glücklich gemacht.

Nach einem wärmenden Frühstück ging es dann weiter Richtung Bayern. Auf Google Maps habe ich einen kleinen Felsenwald entdeckt, den ich unbedingt sehen wollte. Mir war auch klar, dass Isabel als Schamanin dieser Wald sehr gefallen würde. Und tatsächlich merkte man die Kraft dieses Ortes direkt, als man ihn betrat.

Hier hätten wir beide wahrscheinlich Tage verbringen können. Man fühlte sich ein wenig wie bei Ronya die Räubertochter und ich wünschte mir nur ein wenig Nebel. Aber der war bei strahlendem Sonnenschein aussichtslos.

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von dem Felsenlabyrinth und machten uns weiter Richtung Süden. Der nächste mystische Ort wartete schon. Aber zuerst mussten wir noch bei unserem nächsten Bauernhof einchecken. Diesmal standen wir zwischen Birnenbäumen und waren sehr glücklich. Das war wieder ein sehr schöner Platz mit noch netteren Bauern.

Nach einer kleinen Stärkung ging es dann weiter zum Walberla – dem Berg der Franken. Eigentlich heißt der gesamte Berg Ehrenbürg und nur die Nordkuppe ist der Walberla, aber sind wir bei so einem Heidnischen Opferplatz mal nicht päbstlicher als der Pabst.

Was als kleiner “Location-Scouting” Trip anfing, endet direkt in einer amtlichen Wanderung. Immerhin ist der Walberla knapp 514 Meter hoch. Wenn man dann noch wie wir vom großen Parkplatz kommt, ist das mit Kamera und Katzen schon ein ordentlicher Anstieg – zumindest für uns Flachland-Tapire.

Während sich Isabel schon mit den Katzen auf den Rückweg machte, verharrte ich noch bis zum Sonnenuntergang auf dem Berg. Und das Warten hatte sich wieder gelohnt. Ich genoss die letzten Sonnenstrahlen und machte mich auf den steilen Heimweg zum Van.

Etappe 5 -Donaudurchbruch & epischer Ausblick

Auch wenn der Wetterbericht wieder nicht sehr vielversprechend war, machte ich mich morgens im Dunklen wieder auf den Berg zu besteigen. Diesmal wollte ich einen anderen Weg gehen, der etwas leichter aussah. Pustekuchen – der Weg war genauso steil. Dafür bot er ein paar zusätzliche Motive später.

Oben angekommen begrüßte mich ein zartes Grau am Himmel. Dennoch packte ich meine Kamera aus und suchte mir einen Spot. Dummerweise ging die Sonne hinter mir auf und auf goldenes Licht konnte ich bei der Wolkendecke lange warten. Kurz vor Sonnenaufgang schaute ich hinter meinem Stein hervor und entdeckte, dass es hinter mir einen knallig roten Streifen gab. Also rannte ich wie ein wilder mit dem Stativ in der Hand über den Berg und versuchte es noch schnell einzufangen – gerade so.

Glücklich packte ich meine Kameraausrüstung wieder ein und machte mich auf den Rückweg. Am Parkplatz wartete Isabel schon mit einem heißen Kaffee und dem Frühstück auf mich. So konnte es weiter Richtung Nürnberg gehen.

Fotografie und Lightroom Training ~ Ahoi Adventures

Da wir faktisch kaum Geld bisher ausgegeben hatten, lud ich Isabel auf eine Vegane Burger Fresskalation ein. Wenn Ihr in Nürnberg seid, macht unbedingt einen Abstecher in die Veggie-OASe. Von Außen macht es nicht viel her aber innen ist es echt gemütlich und das Essen ist erstklassig.

Unser nächster Stellplatz war ein größer Spargelhof in der Nähe von Regensburg. Alles hier erinnerte mich etwas an Karls Erdbeerhof aber es war ganz schön. Top waren vor allem die WC`s, die aufgestellt waren! Aber auch der kleine Mini-Zoo war ganz niedlich anzusehen.

Hier verbrachten wir dann den Rest des Abends und machten es uns mit den Katzen gemütlich. Yuri hatte wieder wie immer Lust die Gebüsche zu erkunden und Lutz bewachte ihn von seinem sicheren Posten.

Nach dem nächsten Frühstück und der obligatorischen Verdauungs-Kuschel-Orgie mit Yuri & Lutz ging es dann weiter Richtung Regensburg und unserem eigentlichen Ziel des Roadtrips. Dem Donaudurchbruch.

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Nachdem wir in Weltenburg angekommen waren und einen Parkplatz gefunden hatten, der nicht einen unverschämten Preis hatte, erkundeten wir die Gegend. Direkt am Donaudurchbruch ist das riesige Kloster Weltenburg und eine Anlegestelle für die Donaukreuzfahrt.

Ich habe mich mit dem Ufer begnügt und eine Komposition für den Sonnenuntergang gesucht. Isabel hat derweil ganz stolz ihre neuen Gummistiefel getestet.

Zum Sonnenuntergang waren es aber noch ein paar Stunden hin und so checkten wir in unserem nächsten “Hof” ein. Diesmal war es der Parkplatz einer Brauerei bzw Gasthofes bzw Hotels in dem wunderschönen Örtchen Essing. Dieses Dorf hatte es uns direkt angetan und auch der Inhaber war richtig freundlich und berichtete von einen richtigen Camper-Boom in diesem Jahr.

Da ich von dem letzten Fotospot am Donaudurchbruch nicht überzeugt war und auch der Sonnenuntergang in meinem Rücken war, entschied ich, einen anderen Spot anzufahren. Dabei wäre das Kloster der Star des Fotos und die Sonne wäre direkt im Bild.

Fotografie und Lightroom Training ~ Ahoi Adventures

Gesagt, getan und prompt fanden wir uns auf einem kleinen matschigen Wanderweg zur Schlucht. Der Weg selber war schon sehr fotogen und als ich dann mitten auf dem Weg einen Feuersalamander entdeckte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Wirklich – ich bin immer noch ganz begeistert nach über 30 Jahren, endlich wieder dieses schöne Tier live zu sehen. Und dann war sie auch noch ein so geduldiges Model.

Nachdem wir dann endlich den Spot gefunden haben, den ich gesucht habe, musste es ganz schnell gehen. Die Sonne verschwand schon fast hinter den Bäumen und es regnete in Strömen. Zusätzlich riss der Himmel auf. Es kam also alles zusammen und ich war im siebten Fotografen Himmel. Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich dann nur schwer ansprechbar bin. Das Bild gehört mit zu meinen besten Momenten in 2020 und ich bin so froh, dass wir diesen Spot gewählt hatten.

Donaudurchbruch

Nachdem das epische Licht etwas vorbei war, hatten wir sogar noch Zeit, für Isabels Webseite ein paar Fotos zu schießen. Der leichte Nebel über dem Wald war ebenfalls ein dankbares Motiv. Abends haben wir dann das köstliche Bier in der Brauerei genossen und sind leicht angedüselt in die Schlafsäcke* gekrochen

Etappe 6 – Mittelalter & Walhalla

Nach dem Feuersalamander und dem Sonnenuntergang im Regen war es schwer, diese Fotos zu toppen. Trotzdem quälte ich mich zum Sonnenaufgang raus und hoffte auf gutes Licht in Essing.

Nachdem die Sonne über den Berg gekrochen war, konnte ich einen schönen Herbstmorgen mit Schwan-Geschnatter und leichtem Nebel genießen. Dieses kleine Dorf mit dem alten Torbogen und der Festung auf dem Berg, wirkte wie aus dem Mittelalter auf mich.

Unser nächstes Ziel war eigentlich Walhalla. Die Gedenkstätte der bedeutendsten Deutschen stand schon länger auf meiner Liste. Auch diesmal spielte das Wetter nicht so ganz mit und unsere nächster Bauernhof war 45 Minuten Fahrt entfernt. Ich entschied mich also den Sonnenuntergang ausfallen zu lassen und wir machten uns früher auf den Weg zum nächsten Stellplatz. Ein nettes Bild habe ich dann aber doch noch hinbekommen.

Wallhalla

Der nächste Bauernhof war richtig weit weg vom Schuss. Perfekt also zum entspannen, Sonne tanken und die Katzen Wilderness schnuppern lassen.

Yuris Abenteuerlust inspirierte uns sogar ein Foto auf dem Dach zu machen.

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Etappe 7 – Heimweh

Die nächsten Etappen auf unserem Roadtrip mit Katzen waren eigentlich der Steingarten Sanspareil und die Göltzschtalbrücke gewesen. Der Wetterbericht wurde aber zusehends schlechter und vor allem kälter. Da der Buzzz bisher noch keine Standheizung hat und die letzten Tage auch gut anstrengend für uns alle waren, entschieden wir, vorzeitig nach Hause zu fahren.

Die Katzen konnten es glaube ich auch kaum erwarten wieder in Ihrem Königreich in Leipzig zu sein. Zumindest war Lutz sichtlich erfreut wieder zu Hause zu sein. Nur Yuri schaut seit dem sehr wehleidig aus dem Fenster und vermisst die grünen Wiesen.

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Fazit

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7 Tage Roadtrip mit Katzen war für uns alle eine tolle Erfahrung. Das Konzept vom Buzzz hat genauso funktioniert wie ich es mir gedacht hatte und ein paar nette Bilder sind auch dabei rausgekommen. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Roadtrip und eins ist sicher. Die Katzen werden auch wieder mit dabei sein.

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Letztes Update am 06/01/2021 durch Alex

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